Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought Prize 2007 – Aufruf zur Nominierung

  • Post-Typ / Mitglieder und Partner
  • Datum / 17. Mai 2007

Der Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought beabsichtigt, seinen Preis für 2007 an einen arabischen Filmemacher (Kino oder Fernsehen) zu verleihen, der sich für Freiheit und Demokratie eingesetzt und sich mit seinen/ihren Mitteln den Problemen sozialer und politischer Tabus gewidmet hat Werke, die verwandte Phänomene und Praktiken kritisch aus einer neuen Perspektive untersuchen. Der Fonds sucht Nominierungen von 31. Mai 2007.

Arabische Fernsehprogramme und Filme spielen eine wichtige Rolle bei der Meinungs- und Bewusstseinsbildung der Gesellschaft. Sie können einen positiven, aber auch einen negativen Einfluss haben. Sie können die Sinne schärfen, das Urteilsvermögen stärken oder schwächen, Informationen erhellen oder verzerren – auf jeden Fall dringen sie ins Bewusstsein und beeinflussen das Verständnis von Sachverhalten und Ereignissen. Der Film ist ein wirksames Instrument und kann alle Entwicklungsstufen einer Gesellschaft widerspiegeln. Denn je nachdem, inwieweit diese filmischen Kunstwerke über Fernsehen oder Kino die Probleme und Konflikte des Lebens reflektieren, bestimmt der Betrachter, inwieweit sich diese Gesellschaft mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzt und ob sie aufgeklärt und ehrlich zu sich selbst genug ist, heikle Themen offen zu diskutieren.

Hinter einem Werk dieses Genres steht ein ganzes Team von Beteiligten. Die wichtigste Rolle bleibt jedoch dem Filmregisseur vorbehalten. Er ist der Protagonist, der dem gesamten Werk seinen Fingerabdruck hinterlässt, der seine Wahrnehmung der Realität und die Analyse komplizierter Sachverhalte widerspiegelt. Er organisiert die Beziehungen zwischen den Figuren und beschäftigt sich eingehend mit der Lösung von Konflikten. Der kreative Filmemacher möchte die komplizierten Fragen des Lebens aufdecken und mit seiner fiktiven Arbeit sowohl den Verstand als auch die Herzen der Betrachter fesseln. Er möchte starre Formen durchbrechen, Klischees und Stereotypen korrigieren und die durch staatliche Autorität, Bräuche und Traditionen gesetzten Grenzen überwinden. Mit seinem neuen Bewusstsein definiert er neue Grenzen, die Horizonte neuer Art eröffnen und eine neue Gestaltung der Interpretation der Wirklichkeit mit ihren Konflikten prägen. Wenn er die Grenzen der Zeit überschreitet, lässt er die Zukunft nie aus den Augen. Er bietet die Möglichkeit der Belehrung, räumt dem Betrachter aber auch das Recht ein, sich seine eigene Meinung zu bilden.

Die arabische Welt hat einige kreative Filmemacher (Dokumentar- und Spielfilme) hervorgebracht, deren Werke eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit gespielt haben.

Aus diesem Grund hat der Ibn Rushd Fund of Freedom of Thought nach einer Umfrage unter seinen Mitgliedern beschlossen, seinen Preis im Jahr 2007 an einen arabischen Filmemacher zu verleihen, der sich direkt oder indirekt herausragende Verdienste um die Gedankenfreiheit und Aufklärung erworben hat , Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte sowie die Ziele des Fonds.

Jeder Interessierte kann einen Mann oder eine Frau vorschlagen, die seiner Meinung nach den Preis verdienen. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag bis zum 31. Mai 2007 per Brief oder E-Mail an die unten angegebene Adresse und begründen Sie Ihre Wahl in einem kurzen Text. Bitte fügen Sie auch eine kurze Biografie des Kandidaten bei.

Diese Vorschläge werden an die Mitglieder einer unabhängigen Jury weitergeleitet, die aus den Vorschlägen den Gewinner auswählt.

Die letzte Möglichkeit zur Nominierung ist der 31. Mai 2007.

Ibn Rushd-Fonds für Gedankenfreiheit
Gitschinerstr. 17
10969 Berlin
Tel./Fax: 0049-(0)30 615 85 96
E-Mail: [E-Mail geschützt]
Web: http://www.ibn-rushd.org

Teilen
WordPress-Theme-Entwickler – whois: Andy White London