Der Council of Ex-Muslims of Britain (CEMB, eine IHEU-Mitgliedsorganisation) hielt seine zweite Jahreshauptversammlung (AGM) am 13. Dezember 2009 in London ab. Die Jahreshauptversammlung verabschiedete einstimmig eine Erklärung, in der sie ihre Besorgnis über das Schweizer Votum zum Verbot von Minaretten zum Ausdruck brachte. Die Aussage lautete:
Der Council of Ex-Muslims of Britain ist äußerst besorgt über das Schweizer Votum, Minarette zu verbieten.
Rechtsextreme Vorschläge zum Verbot von Minaretten sind spaltend, reaktionär und stehen im Einklang mit der „Kampf der Kulturen“-Agenda, die „Muslime“ oder solche, die als solche bezeichnet werden, der politisch-islamischen Bewegung ausliefert und die Universalität der Forderung, ein Leben zu führen, leugnet würdig des 21. Jahrhunderts.
Der Glaube an den Islam oder eine andere Religion ist kein Verbrechen. Es ist auch kein Verbrechen, Minarette in Moscheen zu haben. Verbrechen sind jedoch Gruppen oder Einzelpersonen, die ihre Religion nutzen, um Menschen mit dem Tod zu bedrohen, sie einzuschüchtern, ihre Rechte zu verletzen und sie zu diskriminieren. Die Gesellschaft muss sich mit diesen Verbrechen befassen und diejenigen strafrechtlich verfolgen, die Menschen bedrohen oder terrorisieren – und nicht, Minarette zu verbieten!
Der politische Islam ist ein politisches Phänomen, das eine politische Antwort erfordert. Diese Reaktion muss auch die Bekämpfung der Diskriminierung, des Missbrauchs und der kriminellen Handlungen umfassen, die gegen Kinder in islamischen Schulen, gegen Bürger in Scharia-Räten und -Gerichten, gegen Abtrünnige und Freidenker, Schwule und Frauen, die im Namen der Ehre getötet werden, verübt werden.
Diese Reaktion muss ein Verbot der Scharia und islamischer Schulen sowie aller auf Glauben basierenden Gesetze und Schulen erfordern.
Sie muss Druck auf die Regierungen ausüben, damit sie aufhören, islamische Staaten zu beschwichtigen, und fordern, dass diese Staaten politisch isoliert werden.
Sie muss das Verbot jeglicher finanzieller, materieller oder moralischer Unterstützung von Religion und religiösen Aktivitäten und Institutionen durch den Staat oder staatliche Institutionen fordern.
Sie muss diejenigen unterstützen, die an vorderster Front im Kampf gegen die politisch-islamische Bewegung stehen.
Sie muss ein Ende der Förderung des Kulturrelativismus fordern.
Es muss verlangen, dass Religion eine Privatsache ist.
Sie muss Säkularismus – die vollständige Trennung der Religion vom Staat, dem Bildungs- und Rechtssystem – als Mindestvoraussetzung für die Achtung der Rechte und Freiheiten in der Gesellschaft fordern.
Sie muss die universellen Rechte verteidigen, statt sie einzuschränken.
Die Aufklärung hat Kirchtürme nicht verboten, um das Christentum erfolgreich in die Privatsphäre zu drängen. Das Gleiche muss mit dem politischen Islam geschehen.
Und genau das beabsichtigt die zivilisierte Menschheit.