Das Genfer Team der IHEU wurde am 28. April 2010 in das britische Außenministerium eingeladen, um über die Aktivitäten der IHEU beim Menschenrechtsrat und anderswo im vergangenen Jahr zu berichten. Angesichts der Rolle des Vereinigten Königreichs als aktives Mitglied des Menschenrechtsrats war das Treffen für IHEU von erheblicher Bedeutung.
Roy Brown und Keith Porteous Wood (von der britischen National Secular Society) wurden von einem hochrangigen Beamten zu einem langen und herzlichen Treffen begrüßt. Wir wurden zu unserer Arbeit beglückwünscht und unsere Aktivitäten und die von uns geäußerten Ansichten wurden sorgfältig zur Kenntnis genommen. Es war klar, dass die von uns angebotenen Perspektiven als wertvoll angesehen wurden und einige angeblich eine willkommene Erinnerung darstellten. Wir wurden gebeten, die Beamten regelmäßig über die Fortschritte in Schlüsselbereichen auf dem Laufenden zu halten.
Zu den behandelten Themen gehörten: Kinderheirat, zeitgenössische Sklaverei in Nordafrika; die Hinrichtung von Jugendlichen; Kinder, denen Hexerei vorgeworfen wird; die Einschüchterung des IHEU-Vertreters für Westafrika, Leo Igwe; Korruption und ihre Auswirkungen auf die Menschenrechte; systemische Schwächen im Prozess der allgemeinen regelmäßigen Überprüfung (bei dem die Mitgliedstaaten von ihren Kollegen überprüft werden); Bedrohungen der Meinungsfreiheit, einschließlich der Versuche, Gesetze gegen die Diffamierung der Religion einzuführen; das besorgniserregende Aufkommen von Unterstützung für „ergänzende Standards“, die hinter der Allgemeinen Erklärung zurückbleiben – einschließlich der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam von 1990 (die voraussichtlich die Grundlage der bevorstehenden Islamischen Menschenrechtskommission bilden wird); und unsere Besorgnis über den Heiligen Stuhl (Vatikan) wegen Kindesmissbrauchs.
Die Diskussionen befassten sich auch mit der Arbeit der IHEU bei der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte; Scharia-Tribunale; und Kastendiskriminierung, gegen die im Vereinigten Königreich kürzlich bahnbrechende Gesetze erlassen wurden.
Roy Brown kommentierte: „Ich kann mich nicht erinnern, jemals die Gelegenheit gehabt zu haben, so ausführlich mit einem hochrangigen Beamten zu sprechen, der sich über Menschenrechtsfragen so gut auskennt. Sowohl das gezeigte Interesse als auch die positive Resonanz waren überaus erfreulich. Der Dank gilt insbesondere Keith, dessen frühere Treffen in London uns den Weg geebnet haben.“ Keith fügte hinzu: „Der Eifer des Beamten, Roys detailliertes Wissen zu so vielen dieser Angelegenheiten zu nutzen, war deutlich zu erkennen.“ Ich bin sicher, dass dieses Treffen viel Positives für die Menschenrechte bringen wird, worüber die IHEU sehr zufrieden sein kann.“