In einer gemeinsamen Erklärung an den UN-Menschenrechtsrat im Namen der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union ( IHEU ) und des Center for Inquiry ( CFI ) kritisierte die kanadische Frauenrechtsaktivistin Raheel Raza Saudi-Arabien für seine 30-jährige Geschichte der Finanzierung und Förderung islamischen Extremismus.
In ihrer Erklärung vom 14. September 2012 hinterfragte sie das Schweigen der OIC zur islamischen Gewalt gegen Muslime und ob dies mit der Finanzierung der OIC aus Saudi-Arabien zusammenhänge … Der vollständige Text der gemeinsamen Erklärung von IHEU und CFI folgt:
Gemeinsame Erklärung des Center for Inquiry mit IHEU
UN-MENSCHRECHTSRAT: 21st Sitzung, 10. – 28. September 2012Redner: Raheel Raza, Freitag, 14. September 2012
Islamischer Extremismus und die OIC
Frau Präsidentin
Die Berichte über Somalia [A/ HRC /21/36] und Nordmali [A/ HRC /21/64] verdeutlichen ein weitaus größeres Problem, das wir auch in Libyen, Irak, Iran, Ägypten, Pakistan, Nigeria und Saudi-Arabien beobachten: die Exzesse derjenigen, die gewalttätigen, extremistischen Auslegungen des Islam verschrieben sind. Die Zerstörung von Sufi-Schreinen und die Einführung der strengen Scharia in Nordmali, die gezielten Tötungen von bereits in diesem Jahr getöteten über 400 schiitischen Muslimen in Pakistan sowie der erschreckende Missbrauch von Blasphemiegesetzen in Saudi-Arabien und Pakistan, um Andersgläubige zum Schweigen zu bringen, einzusperren und zu Gewalt gegen sie anzustiften, sind allesamt Symptome dieser Problematik.
Wann und wie wurde die Religion des Friedens zu einer Religion der Gewalt und des Extremismus? Nun, Frau Präsidentin, wir müssen nicht lange suchen.
Seit mehr als 30 Jahren werden die wahhabitischen und salafistischen Interpretationen des Islam von Saudi-Arabien, einem Mitgliedstaat dieses Rates, gefördert und finanziert.
Kann das Scheitern der OIC, dieses Problem wirksam anzugehen, möglicherweise damit zusammenhängen, dass die OIC selbst erhebliche Mittel aus derselben Quelle erhält?
Frau Präsidentin, Extremismus und Gewalt im Namen des Islam tragen mehr als alle anderen Aktionen des Westens dazu bei, die Flammen des Hasses gegen den Islam zu schüren. Seit 1979 wird der gütige Glaube unserer Großeltern von Politikern, Regierungen und gut finanzierten Milizen missbraucht, um Extremismus, Gewalt und Terror zu fördern.
Die Schlüsselfrage für die OIC lautet also: Werden sie weiterhin über Islamophobie im Westen meckern und gleichzeitig den islamischen Extremismus im eigenen Land ignorieren, oder werden sie endlich entscheiden, dass genug genug ist, und positive Schritte unternehmen, um das Problem an der Wurzel zu packen?
Vielen Dank, Frau Präsidentin