Am Freitag, dem 3. Mai 2013, hielt der isländische Innenminister Ogmundur Jonasson einen offiziellen Empfang ab, bei dem er Hope Knutsson, Präsidentin von Sidmennt, der isländischen ethisch-humanistischen Vereinigung, eine formelle Erklärung überreichte, dass Sidmennt nun als erste säkulare Lebenseinstellung registriert wurde Organisation in Island gemäß das neue Gesetz über eingetragene Religionen und Lebenseinstellungsorganisationen, die am 30. Januar dieses Jahres vom isländischen Parlament (Althing) verabschiedet wurde.
Nun wurde ein großer Schritt in Richtung völliger Gleichstellungsorganisationen getan und Island steht damit erneut an der Spitze der weltweiten Siege im Bereich der Menschenrechte. Hope und die übrigen Vorstandsmitglieder von Sidmennt brachten ihre tiefe Wertschätzung für Sidmennts neuen Status zum Ausdruck. Unsere humanistische Lebenseinstellung wird nun offiziell von der Regierung anerkannt. Dieser Wendepunkt zeigt, dass es in Island fortschrittliche Menschen gibt, die die Menschenrechte respektieren. Die isländische Anerkennung der GLBT-Rechte in den letzten Jahrzehnten ist ein hervorragendes Beispiel und jetzt gewinnen Menschen mit einer säkularen humanistischen Lebensphilosophie Respekt und Akzeptanz. Sidmennt ist nun im Landesregister eingetragen und erhält die sogenannte Kirchensteuer für Personen, die über diese Einrichtung eintreten.
Sidmennt organisiert seit 25 Jahren weltliche Konfirmationszeremonien und seit fünf Jahren weltliche und humanistische Namensgebungen, Hochzeiten und Beerdigungen. Da Sidmennt nun registriert ist, sind unsere Trauungen legal und Paare müssen sich nicht mehr an staatliche Behörden wenden, um eine nicht-religiöse Hochzeit zu feiern. Fast die gesamte Arbeit innerhalb von Siðmennt, das 5 gegründet wurde, wurde auf ehrenamtlicher Basis geleistet, was sein Wachstum begrenzte. Wir freuen uns nun darauf, unsere Dienste und Programme umfassender entwickeln zu können und uns weiterhin für die Trennung von Kirche und Staat und für eine wirklich säkulare Gesellschaft einzusetzen, in der Vielfalt und Respekt für alle Lebenslagen und Menschenrechte gefeiert werden.

Von links nach rechts: Bjarni Jonsson, Vizepräsident von Sidmennt; Hope Knutsson, Präsidentin von Sidmennt; Ogmundur Jonasson, Innenminister; und Ragnhildur Hjaltadottir, Ständige Sekretärin des Innenministeriums