Das Dänische Institut für Menschenrechte organisierte eine Online-Veranstaltung rund um ein offenen Brief mit dem Titel „Liegt uns am Herzen: Religions- und Glaubensfreiheit als Menschenrecht“, das von einem Querschnitt von Vertretern der Zivilgesellschaft, Akademikern, religiösen Führern, Politikern und anderen Befürwortern des Rechts auf Religions- und Glaubensfreiheit befürwortet wurde ( FoRB) als Menschenrecht.
Die Veranstaltung fiel mit dem Tag der Menschenrechte (10. Dezember) zusammen und zu den Rednern gehörten der derzeitige UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit, Ahmed Shaheed, und sein Vorgänger Heiner Bielefeldt.
Der Brief wurde als Reaktion auf eine wachsende politische und ideologische Bewegung verfasst, die den menschenrechtlichen Charakter von FoRB verschleiert, indem sie es isoliert betrachtet oder es mit anderen Menschenrechten gleichstellt. Dazu gehören diejenigen, die FoRB als angebliche Rechtfertigung von Anti-Blasphemie-Gesetzen nutzen würden, und solche, die falsche Dichotomien zwischen FoRB und Rechten im Zusammenhang mit Geschlechtergleichheit und Nichtdiskriminierung konstruieren.
Angesichts dieser Tendenzen versucht der Brief öffentlich die Realität zu bekräftigen, dass FoRB nur dann sinnvoll sein kann, wenn sie im breiteren Menschenrechtsrahmen verstanden wird, der seinerseits auf der „Anerkennung der inhärenten Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte“ basiert aller Mitglieder der Menschheitsfamilie“ (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Präambel).

Die Advocacy-Beauftragte von Humanists International, Lillie Ashworth, hielt einen kurzen Vortrag darüber, was das Recht auf Gedanken-, Gewissens-, Religions- oder Glaubensfreiheit für Humanisten bedeutet, und betonte, dass es ein Recht ist, das menschliches Handeln, die Suche nach Sinn und Zweck im Leben erleichtert die Bildung tiefer Überzeugungen. Sie sprach auch über die inhärente Wechselbeziehung zwischen FoRB und der Meinungsfreiheit und veranschaulichte am Beispiel von Blasphemie- und religiösen Beleidigungsgesetzen, dass Einschränkungen der Fähigkeit, Unglauben auszudrücken, Religion in Frage zu stellen oder zu kritisieren, für Humanisten eine Einschränkung darstellen rechts von FoRB selbst.