Am 26. August 1952 trafen sich Humanisten aus aller Welt in Amsterdam zum ersten Humanistischen Weltkongress. Unter der Leitung von Pionieren wie HJ Blackham und in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Holland, Indien, Amerika und Österreich gründeten sie die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) – heute bekannt als Humanists International.

Der Kongress brachte die Erklärung von Amsterdam, eine wegweisende Erklärung, die die demokratischen, wissenschaftlichen, kreativen, ethischen und befreienden Prinzipien des Humanismus als „Lebensweise für alle Menschen überall“ bekräftigt. T
Die Erklärung entstand in einer Welt, die noch immer unter den Traumata des Zweiten Weltkriegs litt und sich der Bedrohung durch dogmatische Ideologien widersetzte. Sie bot eine rationale, ethische Alternative, die auf demokratischer menschlicher Entwicklung basierte. Sie betonte, dass moralischer Fortschritt auf menschlicher Vernunft und nicht auf übernatürlicher Autorität beruht und dass die Wissenschaft die Mittel bereitstellt, menschliche Werte jedoch die Ziele bestimmen müssen.
160 Jahre später ist Humanists International zu einem wahrhaft globalen Verband herangewachsen, der mehr als 80 humanistische, säkulare, rationalistische und freidenkerische Organisationen in über XNUMX Ländern vereint. Unsere Arbeit erstreckt sich über Kontinente und Kulturen und verbindet Basisinitiativen mit internationaler Interessenvertretung, stets mit dem Ziel, Vernunft, Mitgefühl und Menschenwürde zu fördern.
In den letzten Jahren wurden wichtige Meilensteine erreicht. Bei unserer Generalversammlung 2025 in Luxemburg wählte Maggie Ardiente zur Präsidentin, nach der Amtszeit von Andrew Copson. Dieser Wechsel bedeutet nicht nur ein neues Gesicht an der Spitze, sondern auch eine Erneuerung der Führung in einer entscheidenden Zeit für die Bewegung.
Neben der Erneuerung der Führungsspitze hat unser Förderprogramm auch weiterhin humanitären Gruppen weltweit geholfen, ihre Lebensadern zu stärken. Im Jahr 2025 wurden über 32,000 Pfund an Projekte ausgeschüttet, die sich mit Aberglauben auseinandersetzen, Wissenschaft und kritisches Denken fördern und säkulare Organisationen in ressourcenarmen Regionen stärken. Diese Förderung ist mehr als nur finanzielle Unterstützung, sie ist ein Zeichen der Solidarität mit Humanisten, die oft in schwierigen oder feindseligen Umgebungen arbeiten.
Auch die Interessenvertretung bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Mission. Humanists International hat sich bei den Vereinten Nationen zu Themen geäußert, die von der Rolle der Religion bei der Aufrechterhaltung geschlechtsspezifischer Gewalt bis hin zur Bedeutung des Schutzes der Rechte von LGBTI+ reichen. Gemeinsam mit über 1,200 anderen NGOs fordern wir die Erneuerung des UN-Mandats gegen Gewalt und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität. So stellen wir sicher, dass die internationalen Verpflichtungen mit der Realität der Menschenrechte Schritt halten.
Unser jährlicher Bericht zur Gedankenfreiheit ist weiterhin ein wichtiges Instrument dieser Arbeit. Die Ausgabe 2024 beleuchtet erneut die Diskriminierung und Verfolgung von Nichtreligiösen weltweit und hebt Einschränkungen der Glaubensfreiheit, Blasphemiegesetze und systemische Ungleichheiten hervor. Dieser Bericht ist zu einer maßgeblichen Quelle für Regierungen, Medien und Interessengruppen geworden.
Rückblickend betrachtet hätten sich die Gründer von 1952 das Ausmaß und die Reichweite der Bewegung, die sie in Amsterdam ins Leben riefen, nicht vorstellen können. Doch die Herausforderungen, denen sie sich stellen wollten – Dogma, Autoritarismus und die Verweigerung der Menschenwürde – sind nach wie vor aktuell. Humanists International stellt sich diesen Herausforderungen weiterhin direkt, inspiriert von der Amsterdamer Erklärung und angetrieben von einer globalen Gemeinschaft von Unterstützern.

Wir feiern unseren 73. Jahrestag mit Dankbarkeit für die Vergangenheit und Entschlossenheit für die Zukunft. Humanists International verteidigt nicht nur die Gedankenfreiheit und unterstützt Menschen, die gefährdet sind. Wir bauen auch eine globale humanistische Bewegung auf, die eine Welt gestalten soll, die auf Fakten, Ethik und Empathie basiert.
Auf das nächste Kapitel des humanistischen Fortschritts.