Die Erklärung wurde im Rahmen des interaktiven Dialogs zum Bericht des Generalsekretärs über die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und ihren Menschenrechtsmechanismen abgegeben. Der Bericht beschreibt, wie der Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft bedroht ist, und listet die zahlreichen Repressalien auf, denen zivilgesellschaftliche Organisationen und Menschenrechtsverteidiger aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen ausgesetzt waren. Dies betrifft unter anderem die Abgabe von Stellungnahmen, die Beteiligung an Sonderverfahren und die Einreichung von Beiträgen zu UN-Berichten.
Seit Januar 2025 ist die US-Regierung aus dem UN-Menschenrechtsrat ausgetreten , hat ihre Absicht erklärt, sich nicht mehr an der Allgemeinen Regelmäßigen Überprüfung (UPR) zu beteiligen*, und per Exekutivanordnung eine Überprüfung der Beteiligung des Landes an internationalen Organisationen eingeleitet . Der entsprechende Bericht steht noch aus. Unterdessen haben UN-Sonderberichterstatter große Besorgnis über die Bedrohung der Menschenrechtslage in den USA, insbesondere für palästinensische Aktivisten, geäußert, und die Sonderberichterstatterin Francesca Albanese wurde aufgrund ihrer Äußerungen sanktioniert.
Humanists International hat bereits zuvor seine Besorgnis über Angriffe auf den Multilateralismus geäußert . Die Organisation ist seit den 1950er Jahren bei den Vereinten Nationen aktiv und arbeitet regelmäßig mit zivilgesellschaftlichen Partnern zusammen, um auf Anzeichen einer Schwächung des Engagements für internationale Institutionen aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang stellen Vergeltungsmaßnahmen eine besondere Bedrohung für die am stärksten gefährdeten Akteure dar, die – wie es in der Erklärung heißt – am dringendsten Zugang zu Menschenrechtsinstitutionen benötigen.
Leon Langdon, Senior Advocacy Officer von Humanists International, kommentierte die Erklärung wie folgt:
Repressalien haben vielfältige Formen, wie der Bericht des Generalsekretärs darlegt. Von Angriffen und Verhaftungen bis hin zu Stigmatisierung – Menschenrechtsverteidiger sind enormen Risiken ausgesetzt, wenn sie sich an UN-Prozessen beteiligen. Diese Angriffe werden oft als isolierte Vorfälle einer Handvoll Staaten betrachtet. Wir argumentieren jedoch, dass sie nicht von Rhetorik und Maßnahmen getrennt werden können, die die Zivilgesellschaft im Allgemeinen untergraben und den Multilateralismus bedrohen. Die USA haben die UN und die Zivilgesellschaft in der Vergangenheit unterstützt, schließen sich nun aber Ländern an, die berechtigte Sorgen um die Sicherheit von Menschen weltweit auslösen könnten.
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