Humanisten heben den Zusammenhang zwischen Religions- und Glaubensfreiheit und dem Tod eines UN-Experten hervor

  • Post-Typ / Advocacy Nachrichten
  • Datum / 30 October 2025

Humanists International und mehrere ihrer Mitgliedsorganisationen haben auf den Aufruf des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit zur Stellungnahme zum Thema Tod und die Ehrung der Verstorbenen geantwortet und die Staaten aufgefordert, die Rechte der Nichtreligiösen auch im Tod anzuerkennen.

Humanists International Einreichung Der Bericht des Sonderberichterstatters stützte sich auf Beiträge von Mitgliedern aus aller Welt, darunter formelle Eingaben der Humanists Ideas Ambassadors (Litauen), der Humanists Malaysia und der Humanists UK sowie zusätzliche Beiträge von Mitgliedern aus Kolumbien, Dänemark, Malta, Neuseeland und Nigeria. Gemeinsam zeichneten diese Perspektiven ein globales Bild davon, wie religiöse Dominanz die Religions- und Glaubensfreiheit am Lebensende weiterhin einschränkt.

Der Bericht verdeutlichte, wie in vielen Gesellschaften Bestattungsriten weiterhin stark von religiösen Institutionen kontrolliert oder durch Gesetze geprägt sind, die auf religiösen Normen beruhen. In Kolumbien beispielsweise werden die meisten Friedhöfe von der katholischen Kirche betrieben, was es nicht-religiösen Familien erschwert, Zeremonien ohne religiöse Symbolik abzuhalten. In Litauen schränkt eine Verordnung, die die Verwendung von Särgen für Einäscherungen vorschreibt, Humanisten ein, die aus Umwelt- oder persönlichen Gründen Leichentücher bevorzugen. In Dänemark finden „humanistische“ Beerdigungen oft noch in Kapellen der Nationalkirche statt.

Humanists International dokumentierte zudem bewährte Verfahren, die als Vorbilder für Inklusion und Gleichstellung dienen können. Dänemarks wachsende Zahl von Waldfriedhöfen ermöglicht es religiösen und nicht-religiösen Menschen, gemäß ihren Überzeugungen Seite an Seite bestattet zu werden. Auch Schwedens erster Friedhof, der gänzlich frei von religiösen Symbolen ist und 2016 eröffnet wurde, lieferte ein Beispiel für die Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft bei der Gewährleistung von Neutralität und gemeinsam genutztem Raum.

Über die Bestattungsfrage hinaus untersuchte der Beitrag das soziale Stigma und die Diskriminierung, denen viele Humanisten und Atheisten nach ihrem Tod ausgesetzt sind, insbesondere in Kontexten, in denen der Druck von Familie oder Gemeinschaft die nicht-religiösen Wünsche des Einzelnen übertrumpft. In Nigeria beispielsweise wurden humanistische Beerdigungen von religiösen Verwandten behindert, die nicht-religiöse Freunde oder Gruppen mitunter bewusst von der Zeremonie ausschlossen.

Die Stellungnahme untersuchte zudem die Entscheidungsfindung am Lebensende und stellte fest, dass Gesetze, die auf religiöser Moral beruhen, wie etwa Verbote der Sterbehilfe, das Recht auf Glaubensfreiheit einschränken können, indem sie Menschen zwingen, nach Werten zu sterben, die sie nicht teilen. Auch der ungleiche Zugang zu säkularen Bestattungsdiensten, insbesondere zwischen städtischen und ländlichen Gebieten oder aufgrund sozioökonomischer Unterschiede, wurde als wesentliches Hindernis identifiziert.

Abschließend appellierte Humanists International an die Staaten, bei der Gestaltung von Richtlinien zu Tod und Gedenken nichtreligiöse Organisationen zu konsultieren. Während der COVID-19-Pandemie konsultierten nur wenige Regierungen humanistische Gruppen zu den Beschränkungen bei Beerdigungen, obwohl diese Richtlinien direkten Einfluss darauf hatten, wie nichtreligiöse Menschen ihren Verstorbenen die letzte Ehre erweisen konnten.

Die Organisation rief die Regierungen dazu auf, humanistische und nicht-religiöse Trauerfeiern gesetzlich anzuerkennen, den gleichberechtigten Zugang zu Bestattungs- und Krematoriumseinrichtungen zu gewährleisten, die Wünsche der Verstorbenen am Lebensende zu respektieren und die Meinungsfreiheit bei der Erinnerungskultur zu schützen. Sie betonte zudem die Notwendigkeit öffentlicher Aufklärung, um säkulare Bestattungen zu normalisieren und das Verständnis dafür zu fördern, dass Würde, Gleichheit und Wahlfreiheit über das Leben selbst hinausreichen müssen.


Titelfoto von [Fotoname] Rudolf Jakkel on Pexels

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