Unter der Führung von Daniel Freund (Grüne) und Sirpa Pietikäinen (EVP) richteten die Europaabgeordneten ihre Bedenken an Kommissionspräsidentin von der Leyen und Kommissar Magnus Brunner, der für den EU-Sondergesandten zuständig ist. Der Buchstabe Sie forderten sie auf, jeden Kandidaten abzulehnen, dessen bisherige Bilanz im Widerspruch zur Universalität und Interdependenz der Menschenrechte steht.
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments verwiesen auf den Präzedenzfall des ehemaligen Sondergesandten Ján Figeľ, der von Abgeordneten und dem Europäischen Bürgerbeauftragten kritisiert wurde, weil er Veranstaltungen mit Abtreibungsgegnern und LGBTIQ+-feindlichen Organisationen gemeinsam ausgerichtet hatte. In dem Schreiben wurde auf die Gefahr der „Instrumentalisierung“ hingewiesen, bei der die Religionsfreiheit als Rechtfertigung für Menschenrechtsverletzungen herangezogen wird. EU-FoRB-Leitlinien weisen darauf hin, dass dies häufig „Frauen, Angehörige religiöser Minderheiten und Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität“ betrifft.

Daniel Freund, MdEP (Grüne/EFA), erklärte:
Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist ein Grundrecht, darf aber nicht zur Rechtfertigung von Diskriminierung missbraucht werden. Wir fordern die Kommission dringend auf, sicherzustellen, dass der nächste Sondergesandte nachweislich die Menschenrechte aller verteidigt, insbesondere die von religiösen Minderheiten, Atheisten und jenen, die häufig im Namen der Religion verfolgt werden. Wir können keinen Sondergesandten dulden, der selektiv entscheidet, welche Menschenrechte er achtet.
Bezugnehmend auf Wochen Spekulation Nachdem bekannt wurde, dass der Brüsseler Insider Martin Selmayr für die Position in Betracht gezogen wurde, betonten die Abgeordneten, dass Kandidaten über nachweisbare Expertise im Bereich Menschenrechte verfügen müssten. Sie kritisierten zudem die mangelnde Transparenz und Konsultation der Kommission bei der Kandidatenauswahl sowie die allgemeine Intransparenz der Arbeit des Mandats. In dem Schreiben wird daher die Veröffentlichung der Kandidatenlisten und Auswahlkriterien sowie die Schaffung eines klaren Transparenz- und Berichtsrahmens für die Arbeit des Mandats gefordert.
bei einem Anhörung am 17. November Der Europaabgeordnete Daniel Freund vom Haushaltskontrollausschuss forderte von Kommissar Brunner die Zusicherung, dass das Auswahlverfahren transparent sein und der/die Ernannte alle Menschenrechte achten werde. Trotz Brunners vager Transparenzversprechen hat die Kommission weder Auswahlkriterien noch eine Kandidatenliste veröffentlicht oder das Parlament konsultiert.
Daniel Freund, MdEP (Grüne/EFA), fügte hinzu:
Wir können ein Verfahren, das vollständig hinter verschlossenen Türen stattfindet, nicht akzeptieren. Ich habe Kommissar Brunner direkt um Transparenzgarantien gebeten. Das gegenwärtige Schweigen lässt vermuten, dass für die jetzige Kommission alles beim Alten bleibt: Hinterzimmerbesetzungen, bei denen politisches Taktieren Vorrang vor Transparenz und Menschenrechtsexpertise hat.
Der Brief fand auch in folgenden Medien Beachtung: Euractiv, eine prominente EU-Publikation, im Rahmen ihrer täglichen Berichterstattung Der Berichterstatter Newsletter. Die Gruppe der Europaabgeordneten stammt aus dem gesamten politischen Spektrum (EVP, Renew, S&D, Grüne/EFA, Linke) und umfasst insbesondere die Vorsitzenden der Ausschüsse für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, für Menschenrechte und für den Europäischen Demokratieschutzschild sowie ein Mitglied der interfraktionellen Arbeitsgruppe für Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit.
Das Brief eines Abgeordneten kommt einen Monat später Internationale der Humanisten Sie schrieben an die Kommission, um ähnliche Bedenken hinsichtlich des Ernennungsverfahrens und der Menschenrechtsbilanz der Kandidaten zu äußern. Gary McLelland, Geschäftsführer von Humanists International, sprach am 1. Dezember im Rahmen des hochrangigen Treffens gemäß Artikel 17 mit Kommissar Brunner über diese Bedenken. Europäisches Parlament kombiniert mit einem nachhaltigen Materialprofil. Europäischer Bürgerbeauftragter Sie hatten zuvor auch schon Bedenken hinsichtlich des Envoy geäußert.
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