Dieses von Humanists International geförderte Projekt zielt darauf ab, der „Epidemie“ der „Hexenverfolgungen“ systematisch entgegenzuwirken. Laut einem aktuellen Bericht der Organisation „Advocacy for Alleged Witches“ (AfAW) handelt es sich dabei nicht um vereinzelte Ausnahmen, sondern um alltägliche Ereignisse, die von Angst, Aberglauben und Gier getrieben werden. Die Organisation führt derzeit eine kontinentale Bewegung an, um die Überzeugungen zu entkräften, die die brutale Behandlung von Frauen, Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen rechtfertigen.

Die menschlichen Kosten dieser Anschuldigungen sind erschütternd. Im Bundesstaat Ekiti wurden das Leben und das Geschäft der 70-jährigen Wura zerstört, nachdem ihre eigene Enkelin sie beschuldigt hatte, sie in einen Hexenzirkel aufgenommen zu haben. In den Bundesstaaten Ebonyi und Imo werden Witwen einer Art Gottesurteil unterzogen und gezwungen, Wasser zu trinken, mit dem die Leichen ihrer verstorbenen Ehemänner gewaschen wurden – eine Praxis, die sowohl gesundheitlich gefährlich als auch psychisch traumatisierend ist.
Die Gewalt greift sogar auf die Familien über. Im Bundesstaat Bayelsa wurden kürzlich drei Geschwister von ihrem Vater, einem Polizisten, unter dem Vorwand der Hexerei angegriffen.
„Das sind keine seltenen Ereignisse; sie geschehen jeden Tag in Dörfern und Städten, wo diese Praktiken als normal gelten und durch Tradition oder religiöse Überzeugungen gebilligt werden“, sagt Dooyum Dominic Ingye, Programmmanager von AfAW.

Eine der größten Hürden bei der Bekämpfung dieser Missstände ist die Komplizenschaft oder Gleichgültigkeit lokaler Institutionen. Im Fall der Geschwister aus Bayelsa retteten das britische Frauenamt (AfAW) und das Ministerium für Frauenangelegenheiten die Kinder, nur um sie dann von der Polizei an die gewalttätige Familie zurückzugeben.
AfAW bezeichnet dies als systemische „Epidemie“, die mehr als nur lokale Interventionen erfordert. Die Organisation argumentiert, dass, wenn globale Gesundheitskrisen durch kollektives Handeln eingedämmt werden können, dies auch für die Kultur der „Hexenjagden“ gelte.
Die Organisation ist der Ansicht, dass Afrika innerhalb von zehn Jahren frei von ritueller Gewalt sein kann, wenn die internationale Gemeinschaft und die lokalen Regierungen diesem Thema Priorität einräumen.
Dominic Ingye, Programmmanagerin für Interessenvertretung angeblicher Hexen, fügte hinzu:
„Unsere Vision ist ambitioniert, aber erreichbar. Jeder Überlebende, der Unterstützung erhält, jede Gemeinschaft, die aufgeklärt wird, und jeder Täter, der zur Rechenschaft gezogen wird, bringt uns einer Zukunft ohne Angst und Gewalt näher.“
AfAW ruft derzeit private Spender und die Zivilgesellschaft zu verstärkter Unterstützung auf, um ihre Arbeit auszuweiten und Menschen, die durch unbegründete Anschuldigungen vertrieben wurden, dauerhaften Schutz zu bieten. Ziel ist eine Zukunft, in der niemand aufgrund von Aberglauben gelyncht, gefoltert oder verbannt wird.
Wenn Sie das AfAW-Projekt unterstützen und zur Beendigung ritueller Gewalt in Afrika beitragen möchten, kontaktieren Sie uns bitte. Internationale der Humanisten Um zu erfahren, wie Sie einen Beitrag leisten können: Kontakt: https://humanists.international/about/contact-us/
Als eingetragene Wohltätigkeitsorganisation und NGO sind wir auf die Spenden unserer Mitglieder und Unterstützer angewiesen, um uns für humanistische Themen einzusetzen, bei internationalen Institutionen (einschließlich den Vereinten Nationen) für humanistische Werte einzutreten und Humanisten zu schützen, die von Verfolgung und Gewalt bedroht sind. Wenn Sie unsere Ziele unterstützen, denken Sie bitte noch heute über eine einmalige oder regelmäßige Spende nach. Danke schön.