Humanists International fordert von religiösen Landbesitzern bei den Vereinten Nationen umweltbezogene Verantwortung.

  • Post-Typ / Advocacy Nachrichten
  • Datum / 6. MÄRZ 2026

Humanists International hat den UN-Menschenrechtsrat dringend aufgefordert, eine gefährliche Rechenschaftslücke im globalen Naturschutz zu schließen, und hat gefordert, dass religiöse Organisationen für die Umweltauswirkungen ihrer riesigen Landbesitzungen zur Verantwortung gezogen werden.

Die Aussage Die Stellungnahme erfolgte im Rahmen eines interaktiven Dialogs mit der UN-Sonderberichterstatterin für kulturelle Rechte, Alexandra Xanthaki, und bezog sich auf ihren jüngsten Bericht. Humanists International begrüßte die Schlussfolgerung des Berichts, dass Naturschutz und kulturelle Rechte nicht im Widerspruch zueinander stehen, und betonte, dass der Schutz der Natur mit der Achtung der universellen Menschenrechte vereinbar sei.

In ihrer Intervention hob die Organisation das massive, aber bisher kaum untersuchte Ausmaß des religiösen Landbesitzes hervor. United Nations Environment ProgrammeIn der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass religiöse Organisationen derzeit 8 % der bewohnbaren Landfläche und 5 % der Wirtschaftswälder der Welt besitzen. Diese Konzentration verleiht diesen Gruppen einen überproportionalen Einfluss auf das Klima und die Kulturlandschaften und hat globale Auswirkungen.

Humanists International räumte zwar ein, dass einige Gruppen gute Praktiken anwenden, betonte aber gleichzeitig, dass andere diese konsequent verfehlen. In der Erklärung wurde detailliert dargelegt, wie die Ausweitung religiöser Missionen und landwirtschaftlicher Siedlungen im Amazonasgebiet und in Südostasien zur systematischen Zerstörung indigener Gebiete führte. Konkret verwies die Organisation auf Kolumbien, wo mennonitische Gemeinschaften riesige Wälder rodeten und damit die angestammten Gebiete der lokalen Stämme unmittelbar bedrohten.

Die Umweltarbeit der Organisation basiert auf den Ergebnissen des Jahres 2019. Erklärung von Reykjavik zur KlimakriseDie von der globalen humanistischen Bewegung einstimmig angenommene Richtlinie verpflichtet Humanists International dazu, dringende Klimaschutzmaßnahmen und eine nachhaltige Landnutzung zu fordern und den Umweltschutz nicht nur als politische Präferenz, sondern als grundlegendes Menschenrecht zu betrachten.

Zum Abschluss der Rede stellte Humanists International dem Sonderberichterstatter eine entscheidende Frage: Wie kann die internationale Gemeinschaft dafür sorgen, dass private Landbesitzer, insbesondere religiöse Organisationen, ihre Pflicht zur Erhaltung des Landes formell als zwingende Voraussetzung für die Verwirklichung kultureller Rechte anerkennen?


Ausgewähltes Foto von Irina Iriser on Unsplash.

Treten Sie Humanists International bei

Gemeinsam können wir noch mehr tun, um humanistische Werte zu fördern und Menschenrechte zu verteidigen. Treten Sie Humanists International als Mitgliedsorganisation bei oder werden Sie selbst Einzelunterstützer.

Join Us
Mit der Teilen-Schaltfläche
WordPress-Theme-Entwickler – whois: Andy White London