Kurz und Aussage In ihrer Eingabe an den Sicherheitsrat berief sich die Organisation auf die Wiener Erklärung und das Aktionsprogramm sowie auf die Erklärung von 1981 zur Beseitigung jeder Form von Intoleranz und Diskriminierung aufgrund von Religion oder Weltanschauung. Diese grundlegenden Dokumente, so argumentierte die Organisation, verbieten ausdrücklich den Missbrauch von Religion zur Verletzung der UN-Charta oder zentraler internationaler Prinzipien. Die Intervention hob jedoch einen „alarmierenden Anstieg“ des Gebrauchs der Sprache der Religionsfreiheit zur Rechtfertigung systemischer Diskriminierung und der Aushöhlung hart erkämpfter Rechte hervor.
Humanists International stellte fest, dass diese Bestrebungen, die Gleichstellung zurückzudrängen, häufig über verschiedene religiöse und ideologische Grenzen hinweg koordiniert und gut finanziert sind. Die Organisation wies insbesondere auf die gezielte Einschränkung der Rechte von Frauen und Mädchen, die Verweigerung sexueller und reproduktiver Gesundheitsrechte sowie die systematische Marginalisierung von LGBTI+-Personen hin. Solche Taktiken, so die Erklärung, stellen eine fundamentale Verzerrung des Rechts auf freie und reproduktive Selbstbestimmung dar.
Der Aufstieg des religiösen Nationalismus wurde auch als ernste Sorge der globalen humanistischen Bewegung identifiziert. In der Erklärung wurde davor gewarnt, dass Staaten, die sich ausgrenzenden Religionsinterpretationen verschreiben, einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen, der andere Nationen zur Nachahmung ermutigt. Dieser Trend des religiösen Nationalismus trifft Angehörige religiöser Minderheiten und Konfessionslose unverhältnismäßig stark. Sie sind oft die Ersten, die vom öffentlichen und rechtlichen Leben ausgeschlossen werden, wenn ein Staat eine einheitliche religiöse Identität annimmt. Diese Position wurde kürzlich von der Board von Humanists International.
Zum Abschluss ihrer Rede erinnerte Humanists International den Rat an die Kernaussage der Wiener Erklärung: Alle Menschenrechte sind universell, unteilbar, voneinander abhängig und miteinander verknüpft. Die Organisation rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, der Fragmentierung der Rechte entgegenzuwirken und sicherzustellen, dass Religionsfreiheit niemals als Vorwand genutzt wird, die Universalität der Menschenwürde zu untergraben.
Ausgewähltes Foto von Matthias Reding on Unsplash
Gemeinsam können wir noch mehr tun, um humanistische Werte zu fördern und Menschenrechte zu verteidigen. Treten Sie Humanists International als Mitgliedsorganisation bei oder werden Sie selbst Einzelunterstützer.