In Nigeria werden Menschen, häufig Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen, weiterhin fälschlicherweise der „Hexerei“ beschuldigt. Diese Anschuldigungen können zu Verbannung, gewalttätigen Übergriffen, Folter und sogar rituellen Tötungen führen.
Humanists International ist stolz darauf, die Arbeit von AfAW im Rahmen seines Förderprogramms 2025 unterstützt zu haben. AfAW ist eine Menschenrechts- und Sozialorganisation, die sich dem Schutz von Menschen in Nigeria widmet, die fälschlicherweise der „Hexerei“ und ähnlicher übernatürlicher Verbrechen beschuldigt werden. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 leistet die Organisation wichtige Hilfe vor Ort, um Opfer von Anschuldigungen und Gewalt zu retten und zu unterstützen.

Leo Igwe, Direktor von AfAW, sagte: „Wir müssen eine landesweite Kampagne gegen Aberglauben und Hexereiglauben starten… Diese Kampagne sollte an allen nigerianischen Schulen, Colleges und Universitäten durchgeführt werden. Sie sollte über Radio und Fernsehen, in Zeitungen, auf Marktplätzen, in Kirchen und Moscheen bekannt gemacht werden.“
Im vergangenen Jahr leistete AfAW Nothilfe für Personen, die der „Hexerei“ beschuldigt wurden. Dazu gehörten die Vermittlung von Rechtsbeistand, Unterstützung bei der vorübergehenden Umsiedlung und soziale Hilfe. Laut der Organisation konnten durch ihre Interventionen geplante Lynchmorde und Gottesurteile gegen mutmaßliche Hexen verhindert werden.
Die Organisation berichtete, dass sie 389 Personen direkt unterstützt und durch Aufklärungs- und Kampagnenkampagnen mehr als 80,000 Menschen online erreicht hat. AfAW hat zudem durch umfassende Medienberichterstattung und öffentliches Engagement die nationale Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt.
Das Projekt unterstützte mindestens 22 Menschen direkt durch wirtschaftliche, rechtliche und psychosoziale Hilfe und trug dazu bei, dass fälschlicherweise der „Hexerei“ beschuldigte Personen ihr Leben wieder aufbauen konnten. AfAW hat zudem erfolgreich die Wiedereingliederung Beschuldigter in ihre Gemeinschaften gefördert. In einem aktuellen Fall half Dr. Leo Igwe, die Wiedereingliederung eines Opfers in seine Gemeinde zu sichern.
Bildungsinitiativen bildeten einen zentralen Bestandteil der langfristigen Strategie des Projekts, um schädlichen Aberglauben entgegenzuwirken und künftigen Missbrauch zu verhindern. AfAW organisierte Workshops zum kritischen Denken an drei Gymnasien in Ostnigeria, wo Schüler und Lehrer begeistert reagierten, Fragen stellten und sich aktiv an Diskussionen über Aberglauben und Menschenrechte beteiligten.
Die Organisation führte in ganz Nigeria Sensibilisierungsworkshops und gemeinnützige Programme durch und nutzte dabei ein starkes Netzwerk von Partnerschaften, das sie über Jahre mit Unterstützung von Humanists International aufgebaut hatte. AfAW arbeitete mit Organisationen wie der Nationalen Menschenrechtskommission und dem Internationalen Verband der Anwältinnen zusammen, um Gemeinschaften zu identifizieren, in denen Interventionen am wirksamsten wären.
Das Feedback von Strafverfolgungsbeamten, Anwälten und traditionellen Oberhäuptern, die an den Fortbildungsveranstaltungen teilnahmen, war durchweg positiv. Die Schulungen führten zu konkreten Maßnahmen vor Ort; so nahm beispielsweise ein Polizeibeamter nach seiner Teilnahme an dem Programm Ankläger fest und überstellte sie zur weiteren Strafverfolgung.
AfAW beging am 10. August in mehreren nigerianischen Bundesstaaten den Welttag gegen Hexenverfolgung. Die Veranstaltungen ehrten die Opfer von Anschuldigungen, Vertreibung und Verfolgung und boten Überlebenden eine Plattform, um ihre Erfahrungen zu teilen.
Advocacy for Alleged Witches hob die Auswirkungen der Förderung durch Humanists International auf ihre Arbeit hervor: „Wir sind Humanists International für ihre Unterstützung dankbar, die es Advocacy for Alleged Witches ermöglicht hat, auf dringende Fälle zu reagieren, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und die Aufklärungsarbeit zu verstärken. Die Finanzierung hat dazu beigetragen, Leben zu retten, schädliche Überzeugungen in Frage zu stellen und den Respekt vor Wissenschaft, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zu fördern.“
Humanists International hat nun die Empfänger seiner Stipendienprogramm 2026Das Förderprogramm von Humanists International, zu dem auch AfAW gehört, steht ausschließlich Mitgliedern und assoziierten Organisationen offen. Interessierte humanistische Organisationen können sich hier näher informieren. Mitglied werden.
Humanists International ist auf Ihre Spenden angewiesen, um wichtige Projekte wie die Interessenvertretung für angebliche Hexen zu unterstützen. Unterstützung von Humanists InternationalSie helfen dabei, Initiativen auf der ganzen Welt zu finanzieren, die Menschenrechte, Säkularismus, Bildung und humanistische Werte in die Praxis umsetzen.
Als eingetragene Wohltätigkeitsorganisation und NGO sind wir auf die Spenden unserer Mitglieder und Unterstützer angewiesen, um uns für humanistische Themen einzusetzen, bei internationalen Institutionen (einschließlich den Vereinten Nationen) für humanistische Werte einzutreten und Humanisten zu schützen, die von Verfolgung und Gewalt bedroht sind. Wenn Sie unsere Ziele unterstützen, denken Sie bitte noch heute über eine einmalige oder regelmäßige Spende nach. Danke schön.