Ein Projekt zur Förderung des kritischen Denkens erreicht über 300 Menschen in fünf ugandischen Schulen.

  • Post-Typ / Allgemeine Nachrichten
  • Datum / 10. Juni 2026

Mit Unterstützung des Young Humanist Grants Programms 2025 von Humanists International hat das Freedom Centre Uganda über 300 Menschen durch ein Projekt erreicht, das darauf abzielt, die Fähigkeiten zum kritischen Denken bei Lehrern und Schülern an weiterführenden Schulen in Mbarara zu stärken.

Freiheitszentrum Uganda ist eine in Uganda ansässige, basisorientierte humanistische Menschenrechtsorganisation und ein Mitglied von Humanists International. Mit ihrem Projekt zur Förderung kritischen Denkens wollte die Organisation ein langjähriges Problem im ugandischen Bildungssystem angehen: die übermäßige Fokussierung auf Auswendiglernen und prüfungsorientierte Lehrmethoden.

Während kritisches Denken in Subsahara-Afrika zunehmend als Bildungspriorität anerkannt wird, fehlt vielen Lehrern in Uganda der Zugang zu den Schulungen und Ressourcen, die erforderlich sind, um die analytischen Fähigkeiten zu fördern, die Schüler benötigen, um Innovationen zu entwickeln und reale Herausforderungen in der Gemeinschaft anzugehen.

Um diese Lücke zu schließen, arbeitete das Projekt direkt mit Lehrkräften und Schülern an fünf weiterführenden Schulen in Mbarara zusammen. Die Initiative richtete sich an zehn Lehrkräfte und 50 Schüler und bot Workshops, Unterrichtsmaterialien und ein fortlaufendes Mentoring-Programm an. Ziel des Projekts war es, Lehrkräfte mit praktischen Werkzeugen auszustatten, um kritisches Denken in ihren Unterricht zu integrieren und gleichzeitig den Schülern das Selbstvertrauen zu geben, ihre Ideen offen zu diskutieren.

Robert Mugisha von der Mbarara High School, ein Lehrer, der an dem Projekt teilnahm, berichtete, dass die Fortbildung seinen Unterrichtsansatz grundlegend verändert habe. Vor den Workshops habe er hauptsächlich Frontalunterricht gehalten, bei dem die Schüler Notizen auswendig lernen und Antworten in Prüfungen wiedergeben mussten. Durch die Fortbildung habe er praktische Fähigkeiten im forschenden Lernen erworben, und seine Schüler hätten nun „keine Angst mehr, Fragen zu stellen“. Mugisha führte Gruppendiskussionen in seinen Unterricht ein und berichtete, dass die Schüler jetzt selbstbewusster seien und eher bereit, ihre Meinung zu äußern. Rückblickend auf die Veränderungen fügte er hinzu: „Jetzt lerne ich von meinen eigenen Schülern.“

Aisha Ninsiima, eine Schülerin der 11. Klasse (Senior Third) der Global High School, die islamische Religionslehre belegt, sagte, die Teilnahme an Debatten habe ihr geholfen, selbstbewusster ihre Ideen öffentlich zu präsentieren. Durch das Programm habe sie gelernt, faktenbasierte Argumente zu entwickeln und sich mit verschiedenen Standpunkten auseinanderzusetzen. Das Training im kritischen Denken habe ihr außerdem geholfen, religiöse und soziale Themen unvoreingenommen und ohne Angst zu verstehen.

Ein zentraler Bestandteil der Initiative war die Schaffung eines Netzwerks von „Botschaftern für kritisches Denken“, Lehrern, die sich dafür einsetzen, in ihren Schulen offene Diskussionen und problemorientierte Lernumgebungen zu fördern.

Das Projekt trug nachweislich zu einem Wandel von reinem Auswendiglernen hin zu aktiver Schülerbeteiligung bei. Durch den Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks von engagierten Lehrkräften und eines humanistischen Führungstrainingspakets stellte das Projekt sicher, dass kritisches Denken durch regelmäßige Debatten und gegenseitige Mentorschaft dauerhaft in den teilnehmenden Schulen verankert bleibt.

Humanists International hat nun Folgendes bekannt gegeben: Empfänger des Förderprogramms 2026Das Stipendienprogramm steht ausschließlich Mitgliedern und assoziierten Mitgliedern von Humanists International offen, und wir ermutigen humanistische Organisationen zur Teilnahme. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten, sich uns anzuschließen.

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