Abschiedsrede von David Pineda an den scheidenden Präsidenten Andrew Copson

  • Blog-Typ / Mitgliedschaftsblog
  • Datum / 17 Juli 2025
  • By / Internationale der Humanisten

 

Diese Rede, die David Pineda bei der Generalversammlung 2025 in Luxemburg hielt, wurde im Namen des gesamten Vorstands von Humanists International gehalten und brachte deren kollektive Wertschätzung, Bewunderung und herzlichen Dank für Andrew Copsons transformative Führung und bleibendes Erbe zum Ausdruck.


 

David Pineda ist Vorstandsmitglied von Humanists International, Gründer und Präsident von Humanistas Guatemala, ehemals bekannt als Asociación Guatemalteca de Humanistas Seculares (AGHS), sowie Ingenieur und Unternehmer

 


Liebe Freunde, verehrte Vorstandsmitglieder, Delegierte, Kollegen.

Heute ist ein Moment der Dankbarkeit und Besinnung. Ein Moment, der bittersüß ist. Denn heute verabschieden wir uns, zumindest formal, von jemandem, dessen Anwesenheit nicht nur diese Organisation geprägt, sondern jeden von uns persönlich berührt hat: Andrew Copson.

Ich stehe hier nicht nur als Mitglied dieses Vorstands, sondern als jemand, der das Privileg hatte, Andrew einen Mentor, einen Kollegen und einen lieben Freund nennen zu dürfen.

Vom ersten Tag an, als ich bei Humanists International anfing, war Andrew eine überragende Persönlichkeit – nicht nur wegen seiner Eloquenz und seiner Führungsqualitäten, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er alle herzlich willkommen hieß, insbesondere diejenigen von uns aus dem globalen Süden. Er hörte zu, er verstand und, was noch wichtiger war, er handelte. Ich muss Ihnen sagen: Bei meinem ersten Treffen hatte ich schreckliche Angst. Andrew half mir und beruhigte mich, indem er mir zuhörte und mir das Gefühl gab, willkommen zu sein.

Über meinen eigenen Werdegang kann ich ohne Zögern sagen: Die vergangenen Jahre im Vorstand ohne Andrews ruhige Hand und seine umsichtige Führung wären für mich nicht vorstellbar. Seine Stimme war oft diejenige, die ich suchte, wenn ich Klarheit, Mut oder eine Erinnerung daran brauchte, warum wir tun, was wir tun.

Andrews zehnjährige Amtszeit als Präsident war nicht einfach nur eine Amtszeit. Es war eine Ära des Wandels für Humanists International.

Unter seiner Führung erweiterten wir unsere Reichweite in Regionen der Welt, in denen der Humanismus noch nicht präsent war. Andrew sorgte dafür, dass wir keine eurozentrische Organisation blieben. Er förderte Partnerschaften, unterstützte neue Mitgliedsorganisationen und machte die Kämpfe und den Mut der Humanisten in den Entwicklungsländern sichtbar.

Er leitete außerdem wichtige strukturelle Veränderungen ein, die unsere Organisation demokratischer, transparenter und inklusiver machten. Veränderungen, die sicherstellen, dass wir unsere humanistischen Werte leben – durch die Art und Weise, wie wir uns selbst regieren, wie wir miteinander umgehen und wie wir unsere Arbeit priorisieren. Dank Andrews Vision sind wir wahrhaftig eine globale Gemeinschaft.

Aber abgesehen von den institutionellen Veränderungen wird mir an Andrew vor allem seine Menschlichkeit in Erinnerung bleiben.

Wie er sich immer die Zeit nahm, mit dem neuesten Delegierten im Raum zu sprechen. Wie er mit Druck souverän umging und auf Meinungsverschiedenheiten mit aufrichtiger Neugier reagierte. Wie er starke Überzeugungen vertrat und dennoch stets Raum für Dialog bot.

Es gab Momente – viele von uns erinnern sich noch daran –, in denen sich alles unsicher anfühlte oder globale Krisen uns völlig überforderten. In diesen Momenten war Andrew ruhig, nachdenklich und geerdet. Er erinnerte uns daran, was wichtig war. Er führte uns zurück zu dem Ziel, das uns verbindet.

Und lassen Sie mich das persönlich sagen: Ich habe oft an mir gezweifelt oder mich gefragt, ob ich dorthin gehöre. Andrew war einer der Menschen, die mich daran erinnerten. Das werde ich nie vergessen.

Andrew, du hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über deine Zeit im Vorstand hinaus Bestand haben wird. Deine Führung hat dazu beigetragen, ein entscheidendes Kapitel in der Geschichte von Humanists International zu schreiben. Du hast dazu beigetragen, eine Organisation aufzubauen, die freundlicher, mutiger und vernetzter ist.

Wir wissen, dass dies kein wirklicher Abschied ist. Wir wissen, dass deine Stimme, deine Präsenz und deine Weisheit diese Bewegung weiterhin auf neue Weise prägen werden. Aber heute möchten wir dir danken.

Vielen Dank für Ihre unerschütterliche Führung. Vielen Dank für Ihre Freundschaft. Vielen Dank, dass Sie an diese Bewegung und an uns glauben.

Sagen wir also nicht „Auf Wiedersehen“, sondern „Vorwärts“. Möge der Weg vor Ihnen neue Abenteuer, neue Ideen und neue Wege bringen, damit Sie weiterhin das tun können, was Sie am besten können: eine menschlichere Welt aufbauen.

Danke, Andrew.

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