Sowohl Humanismus als auch Säkularismus haben das Streben nach Möglichkeiten für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen gemeinsam, unabhängig von ethnischer oder sozialer Herkunft, religiöser oder philosophischer Meinung:
- Indem wir die unveräußerliche Würde jedes Menschen respektieren;
- Indem wir für alle Wege schaffen, die Grundrechte wie Gedanken- und Meinungsfreiheit, Vereinigungs- und Bewegungsfreiheit … das Recht auf Gesundheitsversorgung, auf Frieden, auf Bildung … zu erlangen.
Humanisten wissen, dass ihre Botschaft immer noch nicht ausreichend gehört wird und oft verfälscht wird. Sie sollten ihre Bemühungen daher auf einige wesentliche Grundsätze konzentrieren:
- Die Gewissensfreiheit ist der Schlüssel zu anderen Freiheiten;
- Glaubensvorstellungen, ob religiös oder nicht, sollten weder verpflichtend noch verboten sein und Menschen niemals davon abhalten, andere zu respektieren, die sie nicht teilen;
- Ein gemeinsamer Kodex, der auf Respekt, Begegnung und Diskussion basiert, wird in Gesellschaften, in denen die Unterschiede im Lebensstil und in den Meinungen stärker ausgeprägt sind, von entscheidender Bedeutung sein. Die einzige Alternative zu ethnischem Hass und zur Konfrontation zwischen Gemeinschaften muss eine sein, die auf sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit, auf Humanismus und Säkularismus basiert.
Im Hinblick auf eine solche Zukunft müssen wir in jeder Nation entsprechend ihrer Geschichte und ihrer Kultur gemeinsam nach den besten Lösungen suchen. Vor allem müssen wir durch die Staatsbürgerschaft aller überall Gerechtigkeit, Demokratie und Solidarität aufbauen.
Die Humanisten der IHEU haben sich der Verfolgung dieser gemeinsamen Ziele in allen Ländern, in denen sie leben und arbeiten, verschrieben.
Board 1993
Empfohlene akademische Referenz
„Humanismus und Säkularismus“, Humanists International, Vorstand, 1933